Italienische Kaffeespezialitäten

 

Klassiker

 

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch verschiedene italienische Kaffeespezialitäten vorstellen.

Starten wir mit dem Klassiker unter den Klassikern, und zwar mit dem Espresso.

 

Caffé/Espresso

 

Der Espresso ist in Italien das Aushängeschild schlechthin – anders ausgedrückt, der Espresso ist das Herzstück und die Basis vieler Kaffeegetränke.

Typischerweise wird der Espresso in Italien an einer Bar getrunken. Mit meinen italienischen Ex-Freunden durfte ein Espresso nach einer ausgiebigen Mahlzeit nie fehlen.

 

WICHTIG: Wenn ihr in Italien einen Espresso bestellt, sagt einfach nur: „Un caffé, per favore!“

 

Ristretto

 

Übersetzt heißt Ristretto „eingeengt“ bzw. „beschränkt“. Im ersten Moment mag das jetzt vielleicht negativ klingen, doch bei genauer Betrachtung ist ein Ristretto ein komprimierter Koffeinlieferant, welcher mit derselben Menge Kaffeepulver wie der Espresso zubereitet wird. Er weist jedoch nur die halbe Menge an Wasser auf.

 

Espresso Macchiato

 

Ein Espresso Macchiato bzw. Caffé Macchiato ist quasi ein Espresso, welcher mit einer Schicht Milchschaum verfeinert wird.

Auf Deutsch übersetzt heißt Macchiato „gefleckt“.

 

Cappuccino

 

Man möge es nicht glauben: Obwohl der Cappuccino immer mit Italien assoziiert wird, stammt er aus Österreich. In einem Kapuzinerkloster wurde er erfunden und in Italien weiterentwickelt.

 

Americano

 

Erst im 20. Jahrhundert hat sich der Caffé Americano in Italien sozusagen „niedergelassen“, denn dieser Kaffee stammt aus der Nachkriegszeit. Ein Grund dafür war, dass den amerikanischen Soldaten der italienische Espresso zu stark war.

 

Das genau Rezept ist jedoch nicht in Stein gemeißelt: den doppelten Espresso kann man entweder im Verhältnis 1:1 mit heißem Wasser aufgießen oder im Verhältnis 1:3 mit maximal 180 ml heißem Wasser oder auch irgendetwas dazwischen zubereiten. Genauso verhält es sich bei der Tasse – auch hier habt ihr freie Wahl.

 

Bei der Zubereitung allerdings geht es hingegen etwas strenger zu, denn hier ist die Einhaltung der Reihenfolge wichtig:

1) Heißes Wasser in die Tasse geben und

2) anschließend den Espresso zubereiten.

 

Latte Macchiato

 

So gelingt der perfekte Latte Macchiato:

1)   Espresso zubereiten (separat).

 

2)   Nicht zu heiße Milch aufschäumen lassen, in das Glas füllen und ca. 30 Sekunden warten.

 

3)   Den heißen Espresso langsam eingießen.

 

Damit sich die perfekte 3-farbige Schicht bildet, gibt man am besten einen kleinen Schuss kalte Milch vor dem Espresso dazu, bevor man den Espresso eingießt. Beim Latte Macchiato wird die Milch normal geschäumt und stehen gelassen ( idealerweise mit einer Dampflanze).

 

Mocha/Mochaccino

 

Eines ist habe ich während meiner zahlreichen Italienaufenthalte gelernt: die Italiener lieben es süß und das beginnt schon beim Frühstück. Eier mit Speck und Wurst ist für einen Großteil der Italiener ein No-Go. Auch nach den Mahlzeiten gönnen sich die Italiener eine kleine Süßigkeit – „la dolce vita“ eben! So ist es kein Wunder, dass auch in punkto Kaffeespezialitäten keine Ausnahme gemacht wird und es auch schokoladig-süßen Kaffee gibt.

 

Dieser Kaffee wird Mocha oder Mochaccino genannt.

 

Hier die Anleitung:

1)   Espresso zubereiten.

2)   Mit Kakaopulver mischen.

3)   Anschließend mit heißer Milch aufgießen.

4)   Zum Schluss mit Sahnehaube oder Microfoam markieren.

 

Caffé Lungo

 

Bei dieser Kaffeespezialität trifft der Spruch „Nomen est Omen“ zu.  Denn hierbei handelt es sich um einen Espresso, welcher mit Wasser verlängert wird.

Wenn ihr euch jetzt fragt, was der Unterschied zum Americano oder zum Verlängerten bei uns in Österreich ist – es ist einfach nur der Name und – of course das Verhältnis zwischen Wasser und dem Kaffee.